Elfriede Weber

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17.07.2014

Schreibwettbewerb GENERATION SUPERIOR

Beim Schreibwettbewerb GENERATION SUPERIOR wurde Elfriede Weber durch die Jury für den 4. - 20. Preis nominiert.   mehr




 

NEWS:


Gedanken zur Weihnacht

 

Dem Christkind aus vergangener Zeit

tut sicher die Weihnacht von heute leid.

Was ist noch vom Hosianna geblieben

wie die Alten gesungen und geschrieben?

 

Wen interessiert noch die Weihnachtsgeschichte?

Erwartungsvolle Vorfreude ist zunichte.

Die lieblichen Weihnachtsklänge verhallen

im Gedränge der großen Einkaufshallen.

 

Dort glänzen bereits in der Sommerhitze

die Schokoladenmänner, mit rotgold’ner Mütze.

Durch Reizüberflutung und Kommerz

leuchten PCs und Handys, und nicht mehr das Herz.

 

Die Familie! – Wird sie in Zukunft bestehen?

Oder wird Jeder eigene Wege gehen?

Es gibt kaum noch ein Zusammenrücken,

man muss ja nur noch die Tasten drücken.

 

Ein Jeder für sich – auf kleinstem Raum

lebt virtuell seinen eigenen Traum.

Die Seele ertrinkt in der Isolation

zur Unterhaltung wartet ‚Siri‘ schon.

 

Auf Partys tanzt Jeder für sich allein,

kann man so überhaupt noch glücklich sein?

Die Weihnachtsstimmung geht langsam verloren,

ist denn Halloween  - statt dem Christkind geboren?



 



















Rückblick auf 250 Jahre Pforzheim

 

Dereinst legte Markgraf Karl-Friedrich von Baden

mit Frankreich und der Schweiz den roten Faden,

im achtzehnten Jahrhundert dann sein Beschluss,

die Berufsschule für Uhren und Schmuck ist ein Muss.

 

1768 war das Gebäude fertiggestellt,

mit erstem Berufsschulunterricht der Welt.

Eine Taschenuhrenfabrik im Waisenhaus

bildete als erste Lehrstätte Waisenkinder aus.

 

Im Ursprung der Schmuckindustrie – Gold und Juwelen

durfte auch eine Edelstein-Schleiferei nicht fehlen.

Der damalige Gründer verstarb dann leider,

danach führten Nachkommen die Firma weiter.

 

Neunzehnhundertfünfundvierzig, im Schicksalsjahr,

zerstörten Englands Bomber im Februar

die gesamte Stadt Pforzheim an der Enz

und raubten den Überlebenden die Existenz.

 

Inmitten von Chaos, Schutt, Asche und Grauen

begannen mutige Menschen, wieder aufzubauen.

Sie hatten mit unmenschlichem Einsatz und Kraft

neue Arbeitsplätze und den Aufschwung geschafft.

 

In sechsstündigem Fußmarsch kamen vom Land

Menschen nach Pforzheim, „die Rassler“ genannt.

Durch Nägel auf ihren Schuhsohlen ein Desaster,

rasselten sie zur Arbeit über städtisches Pflaster.

 

Ob als Poliseuse, Goldschmied oder Fasser,

die täglichen Belastungen wurden stets krasser.

Nach elf Arbeitsstunden plus Fußmarsch der Pendler,

wartete noch Landwirtschaft auf die Ländler.

 

Pforzheim und den Toten zum Gedenken,

wir heute unsere Widmung schenken,

durch handwerkliche Geschicklichkeit,

die Goldstadt weiter erblüht und gedeiht.

 

Ihre Schmuckwaren sind beliebt und bekannt,

der gute Ruf reicht weit übers Land,

während manche Produktion zwar eingestellt,

reist Pforzheimer Schmuck in alle Welt.

 

Diese Stadt öffnete weit ihre Pforten,

sie ist eine Migrantenstadt geworden.

Ich wünsche, es möge uns zukünftig glücken,

dass wir friedlich näher zusammenrücken.